Prizipien des Vastu
Der Ausrichtung und Aufteilung des Gebäudes sowie dessen Umfeld kommt im Vastu eine besondere Wichtigkeit zu. Dabei bedient es sich zweier philosophischer Ur-Bausteine. Purusha, dem unveränderlichen, beobachtenden Prizip und Prakriti dem veränderlichen, bewegenden Prinzip. Das Gebäude stellt den Pursusha dar. Aus statischer Materie wie Stein oder Holz erbaut behält es viele Jahre lang seine unveränderte Form bei, Fenster und Türen laden zur beobachtung ein bzw. stellen die Verbindung nach außen dar. Der Garten bzw. das Umfeld hingegen fällt der Prakriti zu. Pflanzenwachstum, Fauna, Wind, Wasser und Jahreszeiten rufen ständige Wandlung hervor.
Als von Menschenhand geformte "Natur" sind Gebäude und Garten (oder darüber hinaus Dorf und Stadt) in die ungeformte, Natur eingebettet. Nur wenn ungeformte, potentielle Natur und geformte Natur aufeinander abgestimmt sind, kann Harmonie entstehen. Heute würde mann sagen, kann ein Nachhaltiges Wohnumfeld entstehen, das sowohl seinen Bewohnern als auch dem Umfeld in dem es sich befindet dauerhaft zur positiven Entwicklung verhilft.
Die Planungsprinzipien des Vastu gliedern sich in eine innere Form, die z.B. Baumaterialien, Pflanzenauswahl usw. bestimmt und eine äußere Form, die das Wahrnehmbare Erscheinunsbild festlegt. Zur Inneren Form gehören neben den ökologischen Aspekten auch die energetischen Aspekte, die vor allem darin bestehen dem Prana, dem Fluss alles Lebendigen einen ungehinderten positiven Strom durch das Gebäude und das Grundstück zu ermöglichen. Dieser Prämisse kann durch mannigfaltige äußere Gestaltungsmöglicheiten begegnet werden.
Ausrichtung
Zentrale Rolle spielt die Ausrichtung von Gebäude und Grundstück. Wichtig ist dabei der Sonnenlauf, der symbolisch auf einer Diagonalen von Nord-Ost nach Süd-West verläuft.


